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06Webhosting & WordPress

WordPress installieren und richtig einrichten

WordPress bei Nexthosting per Klick oder von Hand installieren und richtig einrichten: Sprache, Zeitzone, Permalinks, Sichtbarkeit, Benutzer und Rollen.

Kurz gesagt

Beim WordPress Hosting ist WordPress schon installiert – du meldest dich nur noch an. Beim Webspace installierst du WordPress im Webpanel per Klick (neue Website → Install an app → WordPress) oder von Hand mit den Dateien von wordpress.org. Danach nimmst du dir zehn Minuten für die ersten Einstellungen: Sprache, Zeitzone, Permalinks, Suchmaschinen-Sichtbarkeit und ein sicherer Admin-Zugang.

Welches Produkt hast du?

Bei den WordPress-Tarifen ist WordPress mit dem WP Toolkit bereits eingerichtet. So kommst du in den Admin-Bereich:

  • Aus dem Webpanel: Öffne die Website im Webpanel. Im WordPress-Bereich der Website (WP Toolkit) kannst du dich per Klick in den WordPress-Admin anmelden, ohne Passwort.
  • Direkt: Öffne https://deine-domain.de/wp-admin bzw. solange die Domain noch nicht umgestellt ist https://name-xxxx.staging.nexthosting.app/wp-admin und melde dich mit den WordPress-Zugangsdaten an.

Danach weiter mit Erste Einstellungen.

  1. Öffne im Webpanel Websites und klicke auf Add new.
  2. Wähle Install an app und dann WordPress.
  3. Trage die Domain ein, unter der die Seite laufen soll. Ohne fertige Domain ist sie über die Vorschauadresse erreichbar.
  4. Lege die Admin-Zugangsdaten fest:
    • Benutzername: nicht admin, nicht dein Vereins- oder Firmenname. Diese Namen probieren Angreifer zuerst.
    • Passwort: lang und einmalig, am besten aus dem Passwort-Manager.
    • E-Mail: eine Adresse, die du wirklich liest. Dorthin schickt WordPress Fehlermeldungen und Passwort-Links.
  5. Bestätige. Das Webpanel legt Dateien, Datenbank und wp-config.php an.
  6. Öffne die Seite über die Vorschauadresse und melde dich unter /wp-admin an.

Der Klick-Weg hat Vorteile: Datenbank und Zugangsdaten werden automatisch angelegt, und die Installation erscheint sofort im WP Toolkit, wo du Updates, Plugins und Themes zentral verwaltest.

Das ist sinnvoll, wenn du eine bestimmte Version brauchst oder genau verstehen willst, was passiert.

  1. Lege im Webpanel eine leere Website an (Start from scratch), siehe Website anlegen.
  2. Lege unter Databases eine Datenbank mit Benutzer an und notiere Datenbankname, Benutzer, Passwort und Host. Siehe Datenbanken und phpMyAdmin.
  3. Lade die aktuelle deutsche Version von de.wordpress.org herunter.
  4. Lade das ZIP im Dateimanager in public_html hoch und entpacke es dort. Verschiebe den Inhalt des Ordners wordpress direkt nach public_html (sonst liegt die Seite unter /wordpress). Alternativ per SFTP/FTP: Dateien hochladen.
  5. Rufe die Seite im Browser auf. Der Installationsassistent fragt die Datenbankdaten ab und schreibt die wp-config.php.
  6. Gib Seitentitel, Admin-Benutzer, Passwort und E-Mail ein und klicke auf WordPress installieren.

Hast du SSH (Webspace in jedem Tarif, WordPress Hosting ab Basic), geht es schneller. Die Datenbank legst du vorher im Webpanel an.

Terminal-Fenster
cd ~/public_html
wp core download --locale=de_DE
wp config create --dbname=DATENBANKNAME --dbuser=DATENBANKBENUTZER --dbpass='PASSWORT' --dbhost=localhost
wp core install --url=https://deine-domain.de --title="Mein Verein" \
--admin_user=vorstand_maria --admin_email=maria@deine-domain.de --prompt=admin_password
wp language core install de_DE --activate

Der Datenbank-Host ist meist localhost; maßgeblich ist der Wert, den dir das Webpanel bei der Datenbank zeigt. --prompt=admin_password fragt das Passwort ab, damit es nicht im Verlauf landet.

  • Ordnerpublic_html/ der Ordner, den Besucher sehen
    • Ordnerwp-admin/ Admin-Bereich, nichts darin ändern
      • …
    • Ordnerwp-includes/ WordPress-Kern, nichts darin ändern
      • …
    • Ordnerwp-content/ dein Bereich
      • Ordnerplugins/ installierte Plugins, je Plugin ein Ordner
        • …
      • Ordnerthemes/ installierte Themes
        • …
      • Ordneruploads/ Bilder und Dateien aus der Mediathek, nach Jahr/Monat
        • …
      • Ordnerlanguages/ Sprachdateien
        • …
    • wp-config.php Datenbankzugang und Einstellungen, geheim halten
    • .htaccess Regeln für schöne Links und Weiterleitungen
    • index.php
    • wp-login.php

Bei Updates ersetzt WordPress wp-admin und wp-includes komplett. Deshalb: Eigene Änderungen gehören nie dorthin, sondern in ein Child-Theme, ein Plugin oder die Einstellungen. Für Sicherungen sind wp-content und die Datenbank das Wichtigste.

Melde dich unter /wp-admin an und arbeite diese Liste ab:

  1. Sprache und Zeitzone: Einstellungen → Allgemein. Sprache „Deutsch“, Zeitzone „Berlin“ (nicht „UTC+2“ – sonst stimmt die Sommerzeit nicht), Datumsformat nach Wunsch.
  2. WordPress- und Website-Adresse: ebenfalls unter Allgemein. Beide sollten mit https:// beginnen. Ändere sie erst, wenn deine Domain schon auf die Website zeigt, sonst sperrst du dich aus (Hilfe: WordPress-Probleme lösen).
  3. Permalinks: Einstellungen → Permalinks → „Beitragsname“ wählen und speichern. Das ergibt lesbare Adressen wie /vereinsfest-2026/ statt /?p=123 und schreibt die .htaccess.
  4. Suchmaschinen: Während du die Seite aufbaust, unter Einstellungen → Lesen den Haken „Suchmaschinen davon abhalten, diese Website zu indexieren“ setzen. Vor dem Livegang wieder entfernen – sonst findet dich Google nicht.
  5. Startseite: Unter Einstellungen → Lesen festlegen, ob die Startseite die neuesten Beiträge oder eine feste Seite zeigt.
  6. Beispielinhalte löschen: Beitrag „Hallo Welt!“, die „Beispiel-Seite“ und nicht genutzte Plugins (z. B. „Hello Dolly“) entfernen.
  7. Kommentare: Unter Einstellungen → Diskussion Kommentare abschalten, wenn du keine willst, oder „Kommentar muss manuell genehmigt werden“ setzen.
  8. Profil: Unter Benutzer → Profil einen öffentlichen Namen wählen, der nicht dein Benutzername ist.
  9. Theme: Ein gepflegtes Theme aus dem offiziellen Verzeichnis wählen (siehe WordPress pflegen) und nicht genutzte Themes bis auf ein Standard-Theme löschen.

Diese Regeln schreibt WordPress beim Speichern der Permalinks. Fehlen sie, funktionieren nur noch Startseite und Admin, alle anderen Seiten melden 404:

# BEGIN WordPress
<IfModule mod_rewrite.c>
RewriteEngine On
RewriteRule .* - [E=HTTP_AUTHORIZATION:%{HTTP:Authorization}]
RewriteBase /
RewriteRule ^index\.php$ - [L]
RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} !-f
RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} !-d
RewriteRule . /index.php [L]
</IfModule>
# END WordPress

Eigene Regeln gehören vor # BEGIN WordPress, weil WordPress den Block dazwischen überschreibt. Mehr unter .htaccess-Grundlagen.

Gib jeder Person einen eigenen Zugang, statt ein Admin-Passwort zu teilen. Neue Benutzer legst du unter Benutzer → Neu hinzufügen an.

Rolle Darf Gut für
Administrator alles, auch Plugins, Themes, Benutzer ein bis zwei verantwortliche Personen
Redakteur alle Beiträge und Seiten bearbeiten und veröffentlichen Pressewart, Content-Team
Autor eigene Beiträge schreiben und veröffentlichen regelmäßige Schreiber
Mitarbeiter eigene Beiträge schreiben, aber nicht veröffentlichen Gastautoren, Praktikanten
Abonnent nur das eigene Profil Mitgliederbereiche

Vergib immer die kleinste Rolle, die reicht. Lösche Zugänge, die niemand mehr braucht – zum Beispiel den einer Agentur nach Projektende.

Klicke auf der Anmeldeseite auf „Passwort vergessen?“. Kommt keine E-Mail an, kannst du dich über das WP Toolkit im Webpanel per Klick anmelden und das Passwort unter Benutzer neu setzen. Mit SSH geht es auch so: wp user update BENUTZERNAME --prompt=user_pass.

Muss ich WordPress unter www oder ohne www betreiben?

Abschnitt betitelt „Muss ich WordPress unter www oder ohne www betreiben?“

Beides geht. Entscheide dich für eine Variante und trage sie bei WordPress- und Website-Adresse ein. Die andere Variante leitet WordPress dann automatisch weiter.

Ja. Für einen Shop empfiehlt Nexthosting mindestens WordPress Pro. Installiere WooCommerce wie jedes andere Plugin und richte Redis als Objektcache ein (WordPress pflegen).

Kann ich WordPress in einem Unterordner installieren?

Abschnitt betitelt „Kann ich WordPress in einem Unterordner installieren?“

Technisch ja, empfohlen ist aber eine eigene Website je WordPress-Installation. Dann haben Updates, Backups, Staging und SSL keine Sonderfälle.