06Webhosting & WordPress
WordPress-Probleme lösen – weiße Seite, 500, Datenbankfehler
WordPress-Fehler auf dem Nexthosting-Webspace lösen: kritischer Fehler, weiße Seite, Datenbankverbindung, Fehler 500, Weiterleitungen und Login-Schleife.
Kurz gesagt
Die meisten WordPress-Fehler kommen von einem Plugin, einem Theme oder einer falschen Einstellung – fast nie vom Server. Schau zuerst ins PHP-Fehlerprotokoll (Webpanel → Website → Advanced → Developer tools), schalte bei Verdacht alle Plugins ab (Ordner plugins umbenennen) und stell im Notfall das Backup von gestern wieder her. Die Tabelle unten führt dich vom Symptom zur Lösung.
Erste Hilfe in fünf Schritten
Abschnitt betitelt „Erste Hilfe in fünf Schritten“- Was hat sich geändert?Update, neues Plugin, PHP-Version, Domain?
- Fehlerprotokoll lesenphp-error.log im Webpanel
- Plugins abschaltenOrdner umbenennen
- Fehler weg?
- Schuldigen finden oder Backup zurück
- Was hast du zuletzt geändert? In neun von zehn Fällen ist es genau das. Ein Update, ein neues Plugin, eine andere PHP-Version, eine geänderte Adresse.
- Prüfe die Statusseite. Läuft dort alles, liegt es an deiner Seite.
- Lies das Fehlerprotokoll. Die letzte Zeile nennt meist die Datei und damit das Plugin oder Theme.
- Schalte Plugins ab. Siehe Alle Plugins ohne Login abschalten.
- Nichts hilft? Stelle den letzten funktionierenden Stand aus den Backups wieder her oder melde dich beim Support – mit Uhrzeit, Adresse und Fehlermeldung (Fehler gut beschreiben).
Symptom → Ursache → Lösung
Abschnitt betitelt „Symptom → Ursache → Lösung“| Symptom | Häufige Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| „Es gab einen kritischen Fehler auf dieser Website.“ | PHP-Fehler in Plugin oder Theme | E-Mail von WordPress mit Wiederherstellungsmodus öffnen oder Plugins abschalten |
| Komplett weiße Seite | PHP-Fehler, Speicher voll | Fehlerprotokoll lesen, Speichergrenze prüfen |
| „Fehler beim Aufbau einer Datenbankverbindung“ | falsche Daten in wp-config.php, Datenbank gelöscht oder umbenannt |
Datenbankzugang prüfen |
| Fehler 500 (Internal Server Error) | kaputte .htaccess, PHP-Fehler, falsche Dateirechte |
Fehler 500 |
| Fehler 403 (Zugriff verweigert) | Dateirechte, .htaccess-Sperre, Sicherheitsfilter |
Fehler 403 |
| Startseite geht, Unterseiten melden 404 | .htaccess fehlt oder Permalinks nicht gespeichert |
Einstellungen → Permalinks → Änderungen speichern |
| „Die Seite leitet zu oft weiter“ (ERR_TOO_MANY_REDIRECTS) | http/https oder www widersprüchlich eingestellt |
Zu viele Weiterleitungen |
| Login lädt immer wieder die Anmeldeseite | falsche Adresse, Cookies, Cache-Plugin | Login-Schleife |
| Schloss im Browser fehlt, „nicht sicher“ | Bilder oder Skripte mit http:// (Mixed Content) |
SSL und Mixed Content |
| „Die hochgeladene Datei überschreitet die upload_max_filesize-Direktive“ | Upload-Grenze von PHP | Upload-Grenze erhöhen |
| „Kurzzeitig nicht verfügbar wegen Wartungsarbeiten“ bleibt stehen | abgebrochenes Update | Datei .maintenance in public_html löschen |
| Seite nach Umzug zeigt alte Domain oder leitet um | Adresse in der Datenbank | Adresse ändern |
| WordPress verschickt keine E-Mails | Absender-Adresse gehört nicht zur Domain | SMTP-Plugin mit einem Postfach deiner Domain, SPF-Eintrag prüfen, siehe E-Mail-Postfächer |
| Seite sehr langsam | große Bilder, viele Plugins, kein Cache | Cache und Bilder |
| Fremde Inhalte, Weiterleitungen auf Spam-Seiten | Seite gehackt | Die Seite wurde gehackt |
Fehler sichtbar machen
Abschnitt betitelt „Fehler sichtbar machen“PHP-Fehlerprotokoll im Webpanel
Abschnitt betitelt „PHP-Fehlerprotokoll im Webpanel“- Öffne im Webpanel die Website und wähle Advanced → Developer tools.
- Scrolle zur Karte PHP und dort zu
php-error.log. - Lies die letzten Zeilen. Der Pfad verrät den Verursacher, zum Beispiel
wp-content/plugins/ein-plugin/…oderwp-content/themes/mein-theme/….
WP_DEBUG einschalten
Abschnitt betitelt „WP_DEBUG einschalten“Du kannst die Fehlersuche im WP Toolkit per Schalter aktivieren oder in der wp-config.php (oberhalb von „That’s all, stop editing!“):
define( 'WP_DEBUG', true );define( 'WP_DEBUG_LOG', true ); // schreibt nach wp-content/debug.logdefine( 'WP_DEBUG_DISPLAY', false ); // Fehler nicht für Besucher anzeigenDanach die Seite neu laden und wp-content/debug.log im Dateimanager öffnen.
„Es gab einen kritischen Fehler auf dieser Website“
Abschnitt betitelt „„Es gab einen kritischen Fehler auf dieser Website““WordPress schickt in diesem Fall eine E-Mail an die Admin-Adresse mit dem Betreff „Deine Website hat ein technisches Problem“. Darin stehen das verursachende Plugin oder Theme und ein Link zum Wiederherstellungsmodus. Darüber meldest du dich an, obwohl die Seite kaputt ist, und deaktivierst den Verursacher.
Kommt keine E-Mail an, schalte die Plugins von außen ab (nächster Abschnitt).
Alle Plugins ohne Login abschalten
Abschnitt betitelt „Alle Plugins ohne Login abschalten“Wenn du nicht mehr in den Admin-Bereich kommst, deaktivierst du Plugins, indem du ihren Ordner umbenennst. WordPress findet sie dann nicht mehr.
- Öffne im Webpanel die Website und dann Files.
- Gehe zu
public_html/wp-content/. - Benenne den Ordner
pluginsinplugins_ausum. - Lade die Seite neu. Geht sie wieder, war ein Plugin schuld.
- Benenne den Ordner zurück in
plugins. Die Plugins sind jetzt deaktiviert. - Aktiviere sie in WordPress unter Plugins einzeln wieder und lade nach jedem die Seite neu. Das Plugin, nach dem der Fehler zurückkommt, ist der Verursacher.
Ist ein bestimmtes Plugin verdächtig, benenne nur dessen Ordner um (z. B. wp-content/plugins/ein-plugin → ein-plugin_aus).
cd ~/public_htmlwp plugin deactivate --all --skip-plugins --skip-themeswp plugin activate ein-plugin # einzeln wieder einschaltenwp theme activate twentytwentyfive --skip-plugins --skip-themesMit --skip-plugins --skip-themes läuft WP-CLI auch dann, wenn ein Plugin WordPress zum Absturz bringt.
Theme verdächtig? Benenne den Ordner deines Themes unter wp-content/themes/ um. WordPress fällt dann auf ein installiertes Standard-Theme zurück (z. B. „Twenty Twenty-Five“). Lösche deshalb nie alle Standard-Themes.
Fehler beim Aufbau einer Datenbankverbindung
Abschnitt betitelt „Fehler beim Aufbau einer Datenbankverbindung“WordPress erreicht seine Datenbank nicht. Prüfe in dieser Reihenfolge:
- Öffne
public_html/wp-config.phpim Dateimanager und notiereDB_NAME,DB_USER,DB_PASSWORDundDB_HOST. - Prüfe im Webpanel unter Databases, ob es die Datenbank und den Benutzer genau so gibt (Groß-/Kleinschreibung, Präfixe) und ob der Benutzer Rechte auf die Datenbank hat.
- Weißt du das Passwort nicht sicher, setze für den Datenbank-Benutzer im Webpanel ein neues und trage es in
wp-config.phpein. - Prüfe
DB_HOST: Er muss dem Wert entsprechen, den das Webpanel bei der Datenbank anzeigt (meistlocalhost). - Steht danach „Eine oder mehrere Datenbanktabellen sind nicht verfügbar“, repariere die Tabellen mit
wp db repair(SSH) oder in phpMyAdmin.
Nach einem Umzug ist fast immer Schritt 2 oder 3 die Ursache: Auf dem neuen Server heißen Datenbank und Benutzer anders.
Fehler 500
Abschnitt betitelt „Fehler 500“Ein Fehler 500 bedeutet: Der Server konnte die Anfrage nicht ausführen. Bei WordPress sind die Ursachen meist:
| Ursache | So prüfst du | Lösung |
|---|---|---|
Fehlerhafte .htaccess |
.htaccess in .htaccess_alt umbenennen, Seite neu laden |
Datei mit den Standardregeln neu anlegen |
| PHP-Fehler in Plugin/Theme | Fehlerprotokoll | Plugins abschalten |
| Plugin passt nicht zur PHP-Version | Fehler seit PHP-Wechsel | PHP-Version zurückstellen, Plugin aktualisieren (PHP-Einstellungen) |
| Falsche Dateirechte | Ordner nicht 755, Dateien nicht 644 | Datei- und Ordnerrechte |
Allgemeine Hintergründe zu weißen Seiten und 500ern: Fehler 500 und weiße Seite.
Speichergrenze (Memory Limit)
Abschnitt betitelt „Speichergrenze (Memory Limit)“Meldungen wie „Allowed memory size of 134217728 bytes exhausted“ bedeuten: Ein Skript wollte mehr Arbeitsspeicher, als PHP erlaubt.
- Erhöhe
memory_limitim php.ini-Editor des Webpanels, zum Beispiel auf256M(PHP-Einstellungen). - Zusätzlich kannst du WordPress mitteilen, wie viel es nutzen darf:
define( 'WP_MEMORY_LIMIT', '256M' );define( 'WP_MAX_MEMORY_LIMIT', '512M' ); // nur im Admin-BereichDer Arbeitsspeicher deines Tarifs ist die Obergrenze für alle Prozesse zusammen. Braucht eine einzelne Seite dauerhaft sehr viel, ist meist ein Plugin ineffizient – oder ein größerer Tarif sinnvoll.
Upload-Grenze anheben
Abschnitt betitelt „Upload-Grenze anheben“Wenn Bilder, Videos oder Theme-ZIPs nicht hochgeladen werden können:
- Öffne die Website im Webpanel → Advanced → Developer tools → php.ini-Editor.
- Setze
upload_max_filesizeauf den gewünschten Wert, zum Beispiel128M. - Setze
post_max_sizeauf denselben oder einen etwas höheren Wert. - Lade die Mediathek neu. WordPress zeigt unter Medien → Datei hinzufügen die neue Höchstgröße an.
Sehr große Dateien (Videos, Backups) lädst du besser per SFTP hoch.
Zu viele Weiterleitungen
Abschnitt betitelt „Zu viele Weiterleitungen“Der Browser meldet „Diese Seite funktioniert nicht – zu oft weitergeleitet“. Zwei Stellen schicken den Besucher im Kreis.
- Adressen prüfen: Unter Einstellungen → Allgemein müssen WordPress- und Website-Adresse identisch sein und mit
https://beginnen – mit oder ohnewww, aber überall gleich. - Doppelte HTTPS-Umleitung: Ein Plugin (z. B. für SSL) und eine Regel in der
.htaccessleiten gegeneinander um. Entferne eine davon. - Cloudflare oder ein anderer Proxy davor: Steht dort die SSL-Einstellung auf „Flexible“, entsteht eine Schleife. Stelle sie auf „Full (strict)“.
- Browser-Cache: Weiterleitungen werden gespeichert. Teste in einem privaten Fenster.
Login-Schleife
Abschnitt betitelt „Login-Schleife“Du gibst die richtigen Daten ein, landest aber wieder auf der Anmeldeseite.
- Cookies für die Seite löschen oder ein privates Fenster nutzen.
- Prüfen, ob du unter derselben Adresse anmeldest, die in WordPress eingetragen ist (
wwwoder ohne,https). - Cache-Plugin vorübergehend abschalten (Ordner umbenennen).
- Plugins abschalten, die den Login verändern (Sicherheit, Zwei-Faktor, Login-Umbenennung).
WordPress-Adresse ohne Login korrigieren
Abschnitt betitelt „WordPress-Adresse ohne Login korrigieren“Hast du die Adresse falsch eingetragen oder nach einem Umzug die alte Domain in der Datenbank, setze sie in der wp-config.php fest:
define( 'WP_HOME', 'https://deine-domain.de' );define( 'WP_SITEURL', 'https://deine-domain.de' );Danach kommst du wieder in den Admin. Um die alte Adresse auch in Inhalten zu ersetzen, nutze WP-CLI (vorher Datenbank sichern):
wp search-replace 'https://alte-domain.de' 'https://deine-domain.de' --all-tables --dry-runwp search-replace 'https://alte-domain.de' 'https://deine-domain.de' --all-tables--dry-run zeigt erst, was ersetzt würde. Ersetze Adressen nie mit einfachem Suchen und Ersetzen in einer SQL-Datei – WordPress speichert manche Werte mit Längenangabe, die dabei kaputtgeht.
Die Seite wurde gehackt
Abschnitt betitelt „Die Seite wurde gehackt“Anzeichen: unbekannte Admin-Benutzer, Weiterleitungen auf fremde Seiten, Spam-Inhalte, Warnungen von Google oder dem Browser, Dateien mit seltsamen Namen in uploads.
- Ruhe bewahren und sichern: Lade den jetzigen Stand herunter (für die spätere Analyse).
- Zugänge ändern: Passwörter aller WordPress-Admins, des Webpanels, der FTP-/SSH-Zugänge und des Datenbank-Benutzers ändern (das neue Datenbank-Passwort in
wp-config.phpeintragen). - Sauberen Stand wiederherstellen: Ein Backup von vor dem Angriff wiederherstellen. Die Backups reichen 30 Tage zurück.
- Lücke schließen: Sofort alle Updates einspielen. Das Plugin oder Theme, über das der Angriff kam, entfernen oder ersetzen.
- Unbekannte Benutzer löschen und die Schlüssel in der
wp-config.phperneuern (neue Werte vom Schlüsselgenerator) – damit sind alle angemeldeten Sitzungen beendet. - Support informieren, wenn die Seite Spam verschickt hat oder du unsicher bist.
Ist kein sauberes Backup mehr vorhanden, installiere WordPress-Kern, Plugins und Themes frisch und übernimm nur wp-content/uploads (nach PHP-Dateien durchsuchen – dort gehören keine hin) und die Datenbank.
Häufige Fragen
Abschnitt betitelt „Häufige Fragen“Kann der Support meine WordPress-Seite reparieren?
Abschnitt betitelt „Kann der Support meine WordPress-Seite reparieren?“Der Support hilft bei allem, was den Server betrifft: Webpanel, PHP, Datenbank-Server, Backups, SSL. Fehler in Plugins, Themes oder eigenem Code kann er nicht beheben. Für Reparaturen und Umbauten an deiner Seite gibt es die kostenpflichtige Hilfe der Schwestermarke NextWebSolution.
Seit dem Wechsel der PHP-Version geht nichts mehr.
Abschnitt betitelt „Seit dem Wechsel der PHP-Version geht nichts mehr.“Stelle die vorherige PHP-Version wieder ein (dauert Sekunden), aktualisiere dann Plugins und Theme und versuche den Wechsel erneut – am besten zuerst auf der Staging-Kopie.
Bekomme ich einen Fehler 403, wenn ich etwas speichere?
Abschnitt betitelt „Bekomme ich einen Fehler 403, wenn ich etwas speichere?“Ein Sicherheitsfilter schützt die Websites vor Angriffen. In seltenen Fällen hält er eine harmlose Eingabe für einen Angriff. Melde dich dann mit Uhrzeit, Adresse und dem, was du gerade gespeichert hast, beim Support. Andere Ursachen erklärt Fehler 403.